Online-Seminare zu peripartalen psychischen Erkrankungen

Wir bieten regelmäßig jeweils eintägige (5 Stunden) Online-Seminare für Fachkräfte in psychosozialen, therapeutischen und medzinischen Arbeitsfeldern an.

Zielgruppe:

Mitarbeiter*innen von Schwangerschafts-, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, sozialpädagogische Fachkräfte in der Jugendhilfe und in den Frühen Hilfen, Babylotsinnen, Hebammen, Doulas, Stillberater*innen, Psycholog*innen, Ärzte und weitere interessierte Fachkräfte in psychosozialen, therapeutischen und medizinischen Arbeitsfeldern

Mit allen Seminaren können Fortbildungspunkte für Hebammen erworben werden.

Seminare

Allgemeine Informationen

Online-Seminar

Link wird etwa 1 Woche vor der Veranstaltung verschickt (ggf. Spam Ordner überprüfen).

Technik-Check

15 Min. vor dem Seminar (freiwillig)

Dauer

5 Stunden, 9-14 Uhr, sofern nicht anders angegeben

Teilnahmebetrag

85 Euro

Personen je Seminar

15 bis max. 20

Team-Seminare

Können auf Nachfrage für Gruppen bis max. 20 Pers. auf Rechnung gebucht werden.

Anmeldung

Verbindliche Anmeldung formlos an info@schatten-und-licht.de unter Angabe von: Name, Rechnungsanschrift, E-Mail-Adresse, Telefon, unter dem am Seminartag erreichbar, Beruf, Arbeitsfeld, Gewähltes Seminarthema, -datum und ggf. Alternativ- datum, falls gewünschtes Seminar voll

Informationen zu neuen Seminaren finden Sie unter NEU IM PROGRAM.

1. Psychische Krisen rund um die Geburt – Familien professionell beraten und begleiten, Teil I

Auswahltermine: 01.10.2026 / 12.11.2026

2. Psychische Krisen rund um die Geburt – Familien professionell beraten und begleiten, Teil II

Auswahltermine: 22.10.2026 / 01.02.2027

3. Zwangsgedanken, Angst- und Panikstörung rund um die Geburt

Auswahltermine: 08.10.2026 / 23.11.2026

4. Beratung und Begleitung nach negativem oder traumatischem Geburtserlebnis

Auswahltermine: 25.09.2026 / 19.10.2026

5. Wenn die Freude Trauer trägt – Beratung und Begleitung von Sternenkind-Eltern

Auswahltermine: 16.09.2026 / 15.10.2026

6. Und wie geht es den Vätern? Männer und psychische Erkrankungen rund um die Geburt

Auswahltermine: 10.11.2026 / 16.03.2027

7. Schätze heben – Ressourcenmobilisierendes Arbeiten in der Beratung von Familien

Auswahltermine: 05.10.2026 / 10.12.2026

8. Psychische Krisen rund um die Geburt – Herausfordernden Gesprächssituationen

Auswahltermine: 20.10.2026 / 02.12.2026

9. Psychische Krisen rund um die Geburt – Beratungswerkzeuge aus der Positiven Psychologie

Auswahltermine: 30.09.2026 / 25.11.2026

10. Frühe Bindungsentwicklung und peripartale psychische Erkrankungen

Auswahltermine: 21.10.2026 / 09.12.2026

11. Selbstfürsorge & Resilienz als Schlüssel zur Gesundheitsförderung

Auswahltermine: 21.09.2026 / 21.04.2027

12. Stillen und psychische Krisen rund um die Geburt

Auswahltermine: 06.10.2026 / 23.02.2027

13. Regretting Motherhood/Parenthood - Elternschaft bereuen (s.u.)

Auswahltermine: 17.11.2026/ 16.02.2027

14. Federleichtes Baby - tonnenschwere Sorgen: Begleitung von Eltern Frühgeborener (s.u.)

Auswahltermine: 11.11.2026 / 07.12.2026

15. Wenn Elternsein anders erlebt wird - Neurodiversität sensibel begleiten (s.u.)

Auswahltermine: 29.09.2026 / 09.11.2026

16. Vom Liebespaar zum Elternpaar – Eine sensible Übergangsphase kompetent begleiten

Auswahltermine: 22.04.2027 / 05.07.2027

17. Online-Supervision auf Abruf zu psychischen Krisen rund um die Geburt

Neu im Programm:

Vom Liebespaar zum Elternpaar – Eine sensible Übergangsphase kompetent begleiten

Der Übergang vom Paar zum Elternwerden ist eine Phase grundlegender Veränderungen und Herausforderungen. Das Kind ist selten das erwartete „I – Tüpfelchen“ der Beziehung, die „Krönung der Liebe“. Psychische Belastungen, Konflikte, auch Kinderwunschbehandlungen können dazu führen, dass sich die vorher stabile Liebesbeziehung als fragiles Konstrukt erweist. Fachkräfte sind wichtige BegleiterInnen in dieser sensiblen Phase. Sie können Themen greifbar machen, die Familien gezielt unterstützen und ihnen in ihrem Netzwerk wichtigen Halt bieten.

Ziele:

  • Paardynamiken im Übergang zum Elternwerden verstehen und vermitteln
  • Gesprächsführungskompetenz mit Paaren erweitern
  • Elternpaare gezielter unterstützen und stärken
  • Psychische Krisen und deren Auswirkungen auf die Paarbeziehung einordnen und kompetent begleiten

Inhalte:

  • Veränderungen in der Paarbeziehung in Kinderwunschzeit und nach der Geburt
  • Typische Belastungen und Schutzfaktoren
  • Belastungen bei der Kinderwunschbehandlung und bei „Erfolg“: Ende gut – alles gut?
  • Psychische Erkrankungen rund um die Geburt im Kontext der Beziehung
  • Wie kann der „psychisch gesunde“ Elternteil unterstützen und auf die eigene psychische Gesundheit achten?
  • Hilfreiche Tools aus der Paarberatung/Paartherapie

Referentin:

Mareike Lange: Dipl.-Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin, Heilpraktikerin Psychotherapie, Kursleiterin am Gestaltinstitut Frankfurt, Online-Gruppen-Leiterin bei Schatten & Licht e.V.

Wenn Elternsein anders erlebt wird - Neurodiversität sensibel begleiten

Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft sind sensible Lebensphasen - körperlich, emotional und sozial. Für neurodivergente Mütter, Eltern und Familien können diese Übergänge mit besonderen Herausforderungen, aber auch mit besonderen Ressourcen verbunden sein. Oft bleiben diese jedoch unerkannt oder werden missverstanden.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Wahrnehmung zu schärfen, Verständnis zu vertiefen und Handlungssicherheit zu gewinnen - damit sich neurodivergente Eltern gesehen, ernst genommen und unterstützt fühlen. Gleichzeitig leistet das Seminar einen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit und Entstigmatisierung in der Gesellschaft.

Ziele:

  • Wissenserweiterung und Sensibilisierung rund um das Thema Neurodiversität für Fachkräfte
  • Verständnis für Herausforderungen, Bedürfnisse und Ressourcen neurodivergenter Eltern entwickeln
  • Handlungssicherheit in der Begleitung von neurodivergenten Eltern

Inhalte:

  • Grundlagen und Definition - was bedeutet Neurodiversität?
  • Neurodivergente Ausprägungen und Diagnosen
  • Neurodiversität in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
  • Erkennen und Verstehen von Neurodiversität im beruflichen Alltag
  • Bedürfnisse erkennen - sensibel begleiten
  • Praxisnaher Transfer

Referentinnen:

Michaela Nißler: M.Sc. Psychologin, Traumatherapeutin (MIT), Notfallpsychologin (BDP), Beratung nach belastenden Ereignissen, Trainerin Deeskalation und Gesprächsführung, Mitglied im Dachverband Positive Psychologie (DACH-PP e.V.)

Antonia Orchard: Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Systemische Therapeutin, EMDR-Traumaberatung, Stillberaterin AFS, EEH-Therapeutin, Schlafberaterin, ehrenamtliche Beraterin bei Schatten & Licht e.V.

Regretting Motherhood / Parenthood
Elternschaft bereuen – Ein gesellschaftliches Tabuthema verstehen und professionell begleiten

Elternschaft gilt gesellschaftlich als erfüllend, sinnstiftend und „natürlich“. Doch was, wenn Mütter oder Väter bereuen, diesen Weg gegangen zu sein? Das Phänomen des „Regretting Motherhood“ (bzw. Parenthood) beschreibt, dass Eltern – meist Mütter – ihr Kind zwar lieben, jedoch bereuen, überhaupt Mutter oder Vater geworden zu sein. Nicht das Kind selbst wird abgelehnt, sondern die Lebensveränderungen und die Elternrolle, die mit der Geburt einhergehen. Trotz vorhandener Liebe zum Kind würden sie sich rückblickend nicht noch einmal dafür entscheiden, ein Kind zu bekommen. Gerade in der Begleitung von Eltern in medizinischen, psychologischen oder pädagogischen Kontexten begegnen Fachkräfte dieser Thematik häufiger, als offen thematisiert wird. Umso wichtiger ist ein sensibler, informierter und urteilsfreier Umgang.

Ziele:

  • Förderung des Verständnisses und Auseinandersetzung mit dem Thema
  • Reflexion der eigenen Haltung als Fachkraft
  • Erweiterung der Handlungskompetenz als Fachkraft
  • Stärkung der professionellen Begleitung von Müttern/Vätern

Inhalte:

  • Definition und Abgrenzung
  • Gesellschaftliche Tabuisierung
  • Forschungsgrundlagen zum Thema
  • Haltung in Gesprächen als Fachkraft
  • Was kann Müttern/Vätern helfen?
  • Mögliche Auswirkungen auf Kinder

Referentin:

Michaela Nißler: M.Sc. Psychologin, Traumatherapeutin (MIT), Notfallpsychologin (BDP), Beratung nach belastenden Ereignissen, Trainerin Deeskalation und Gesprächsführung, Mitglied im Dachverband Positive Psychologie (DACH-PP e.V.)

Federleichtes Baby, tonnenschwere Sorgen - Psychosoziale Begleitung von Eltern mit Frühgeborenen

Jedes Jahr kommen in Deutschland ca. 60.000 zu früh geborene Babys zur Welt. Davon werden 9.000 mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500g geboren, was eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit und das Überleben des Babys darstellt.

Die plötzliche, verfrühte Geburt, die Belastung der Intensivbehandlung, die Sorgen und Ängste um das Leben und die Entwicklung ihres Babys führen bei den Eltern häufig zu Depressionen, Angststörungen, Zwangs-erkrankungen und Posttraumatischer Belastungsstörung.

Viele Eltern vernachlässigen ihre eigene seelische und körperliche Gesundheit und sind durch Angst, Stress und Schuldgefühle sehr belastet. Dazu können Probleme in der Partnerschaft kommen, wenn beide unter-schiedliche Ansichten über Therapien haben und in der Verarbeitung dieser Herausforderung am Beginn des Lebens verschiedene Wege gehen.

Das Seminar gibt Handlungsempfehlungen für die Begleitung von Eltern mit Frühgeborenen.

Ziele und Inhalte:

  • Erkennen der psychischen Erkrankungen
  • Wie motiviere ich Eltern sich psychosozial begleiten zu lassen?
  • Wie gestalte ich die Kommunikation?
  • Wie erreiche ich betroffene Eltern?

Referentin:

Dagmar Weimer: Dipl.-Psychologin, Hebamme, Begleitung von Familien mit psychischen Krisen rund um die Geburt, Beratung nach negativem oder traumatischem Geburtserlebnis, Trauerbegleitung, Dozentin an Fachschulen und Fachhochschulen