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Bei einer schweren Depression, bei Suizidgedanken, bei einer Psychose oder wenn die Mutter zu Hause ein belastendes Umfeld hat, ist ein Klinikaufenthalt unumgänglich. Wenn eine Frau stationär aufgenommen werden muss, sollte dies nicht zu einer Trennung von Mutter und Kind führen. Eine Trennung von Mutter und Säugling erweist sich in vielen Fällen für die Genesung der Betroffenen als kontraproduktiv. Auch wenn bei einer sehr schweren Erkrankung erst einmal der Säugling nicht mit aufgenommen wird, sollte es eine Einrichtung sein, bei der er später hinzugeholt werden kann. Diese Mutter-Kind-Einrichtungen sind in Deutschland leider noch nicht flächendeckend und ihre therapeutischen, personellen und räumlichen Angebote sehr unterschiedlich. Daher sollte man die genaueren Informationen zu den verschiedenen Einrichtungen (s. Mutter-Kind-Einrichtungen) vergleichend ansehen oder Rücksprache mit der Geschäftsstelle nehmen (s. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Es ist sinnvoller eine gute Einrichtung zu wählen - z. B. mit Mutter-Kind-Interaktionstherapie -, bei der schneller Therapieerfolge erzielt werden, und dafür auch gegebenenfalls eine größere räumliche Entfernung zur Familie in Kauf zu nehmen.