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In der Regel sind bei der Entstehung einer peripartalen seelischen Erkrankung belastende Erfahrungen aus der Lebensgeschichte der betroffenen Frau und/oder der aktuellen Lebenssituation bzw. dem Schwangerschafts- und Geburtserleben maßgeblich beteiligt. Um diese Erfahrungen zu verarbeiten und in neues hilfreiches Denken, Fühlen und Verhalten umzusetzen, kann es sehr sinnvoll sein, eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch zu nehmen.
In Deutschland dürfen diese Behandlungen durch Psychologische und Ärztliche Psychotherapeut/innen sowie Heilpraktiker/innen für Psychotherapie durchgeführt werden. Diese Berufsgruppen sollten eine entsprechende mehrjährige Weiterbildung in mindestens einer Psychotherapiemethode absolviert haben und durch regelmäßige Fortbildungen ihre Kenntnisse stetig erweitern.
Es gibt eine Vielzahl von psychotherapeutischen Verfahren, die sich sehr stark unterscheiden. Es gibt aber nicht die für peripartale psychische Erkrankungen am besten geeignete Methode; was der betroffenen Frau hilft, ist abhängig von ihrer jeweiligen Grundproblematik und ihren individuellen Bedürfnissen und Neigungen. Prinzipiell gilt, dass vor allem die Beziehung zwischen Patientin und TherapeutIn für einen Behandlungserfolg maßgeblich ist, d. h. wie wohl, sicher und verstanden sich die betroffene Frau bei ihrer/ihrem TherapeutIn fühlt.
Psychotherapie ist in Deutschland prinzipiell eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn eine seelische Erkrankung vorliegt. Das gilt allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass eine von der kassenärztlichen Vereinigung anerkannte Psychologische oder Ärztliche Psychotherapeutin bzw. Therapeut die Behandlung durchführt und auch nur für 3 der schätzungsweise insgesamt 400 Therapieverfahren, die derzeit weltweit angeboten werden. Die Verfahren, die von der Krankenkasse bezahlt werden, sind die Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie. Hier bedarf es dann auch keiner Überweisung durch einen Arzt, kann aber erfolgen, wenn dort die Praxisgebühr für das Quartal bereits bezahlt wurde. Um die Notwendigkeit der Psychotherapie und die Diagnose abzuklären und vor allem um zu prüfen, ob von beiden Seiten ein für die Behandlung notwendiges Vertrauensverhältnis herstellbar ist, können bis zu fünf sogenannte "probatorische Sitzungen" (8 bei analytischen Therapien) bei jeweils jedem in Frage kommenden Therapeuten/Therapeutin in Anspruch genommen werden. Danach muß die Therapie bei der Krankenkasse beantragt werden. Während einer laufenden Therapie ist ein Wechsel des Therapeuten / der Therapeutin nur sehr schwierig und mit zwingender Begründung möglich. Es gibt eine Oberbegrenzung der genehmigungsfähigen Behandlungsstunden-Anzahl, die je nach Therapierichtung variiert. Prinzipiell nicht übernahmefähig sind Psychotherapien, die von Heilpraktikerinnen oder nicht im kassenvertragsärztlichen System arbeitenden Psychologischen Psychotherapeuten. Bei letzteren besteht jedoch die Möglichkeit, falls sie mit einer der drei zugelassenen Methoden arbeiten, einen Antrag im Rahmen der sogenannten Kostenerstattung an die Krankenkasse zu stellen. Dafür ist wichtigste Vorraussetzung, dass ein Therapieplatz bei einem Vertragsbehandler nicht in zumutbarer Wartezeit zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist dann eine Therapie nur in Eigenfinanzierung möglich. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 60 bis 100 Euro pro Therapiesitzung, wobei die Sitzungshäufigkeit und notwendige Anzahl zwischen den Methoden und der zu bearbeitenden Problematik stark unterschiedlich ist. Diese Investition kann sich unter Umständen für Frauen lohnen, die mit den klassischen Methoden nicht wirklich weitergekommen sind. Auch können "freie" PsychotherapeutInnen im Allgemeinen Termine ohne oder mit geringerer Wartezeit auf einen Behandlungsplatz anbieten.
Bei privaten Krankenversicherungen ist die Übernahme von Kosten für Psychotherapie sehr unterschiedlich geregelt und sollte im Bedarfsfall bei der Versicherung erfragt werden.
Für eine erste Orientierung sollen hier ein paar Unterscheidungskriterien vorgestellt werden, die die Suche nach einer geeigneten Behandlungsform erleichtern können. Die dabei benannten Kriterien stellen Extreme dar, die so in der Praxis immer weniger in Reinform zu finden sind. Auch in Deutschland geht mittlerweile der Trend zu methodenübergreifendem Arbeiten in der Psychotherapie, ungeachtet der Tatsache, dass dies im gesetzlichen und privaten Krankenkassensystem nicht vorgesehen ist. So kann es z. B. passieren, dass eine aus der Verhaltenstherapie kommende Psychologische Psychotherapeutin bei einem bestimmten Symptombild eine höchst ähnliche Methodik durchführt, wie die aus der Medizin stammende und psychoanalytisch ausgebildete Kollegin. Das kann unter Umständen aus deren gemeinsamer Erfahrung herrühren, dass es für Betroffene hilfreich sein kann, zunächst in der aktuellen Lebenssituation eine Stabilisierung über konkrete Verhaltensänderung und Einübung von Bewältigungsstrategien vorzunehmen und danach an die lebensgeschichtlichen Ursachen zu gehen. Es bleibt also nichts anderes übrig als sich, eventuell auf Empfehlung von anderen Betroffenen, selbst ein Bild von der psychotherapeutischen Anbieterin / dem Anbieters zu machen. Dabei kann es sich auch lohnen, nach zusätzlichen zum Hauptverfahren angebotenen Methoden zu fragen. Eine Hilfe stellt natürlich auch die auf der Website verfügbare bundesweite Fachleute-Liste dar. (s. Liste der niedergelassenen Fachleute).

Lebensgeschichtlich orientierte Verfahren vs. Am aktuellen Verhalten orientierte Verfahren
Bei ersteren liegt der Behandlungsschwerpunkt auf der Bearbeitung von Ereignissen in der Lebensgeschichte, vor allem der Kindheit, die sich auch unbewusst auf die aktuellen Probleme auswirken können. Dazu gehören vor allem die analytischen Verfahren (z.B. Psychoanalyse, analytische Psychologie) sowie die daraus entwickelten tiefenpsychologischen Verfahren (z. B. Transaktionsanalyse, Hypnosepsychotherapie, Katatym-Imaginative Psychotherapie). Bei letzteren wird der Schwerpunkt auf das aktuelle Verhalten und Erleben gesetzt und es wird versucht, dieses durch Erkennen und gezieltes Einüben von neuem Verhalten zu verändern. Dazu gehören vor allem die verhaltenstherapeutischen Methoden (z. B. Kognitiv Behaviorale Therapie, Dialektisch Behaviorale Therapie).

Interaktiv orientierte Verfahren vs. Patientenaktiv orientierte Verfahren
Bei ersteren greift der Therapeut/die Therapeutin stärker mit Fragen und Hinweisen in das Behandlungsgeschehen ein, es wird gemeinsam am Problem der Patientin gearbeitet. Dazu gehören z. B. die verhaltenstherapeutischen und die tiefenpsychologischen Methoden. Bei letzteren greift der/die Behandelnde nur wenig ins Geschehen ein, während die Patientin frei über ihre Probleme und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle spricht (z. B. klassische Psychoanalyse).

Sprachorientierte Verfahren vs. Körperorientierte Verfahren
Bei ersteren werden die Probleme durch "darüber sprechen" bearbeitet (z. B. Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, analytische Verfahren). Bei letzteren wird davon ausgegangen, dass sich seelische Konflikte im Körper wiederspiegeln und durch gezielte Bewegungen, Massagen und/oder Berührungen bewusst machen und verändern lassen. Dazu gehört z. B. die Biodynamische Körperpsychotherapie, Hakomi, Konzentrative Bewegungstherapie, Casriel-Bonding-Psychotherapie, Somatic Experiencing. Körperorientierte Verfahren erleben derzeit aufgrund der neuen gehirnbiologischen Erkenntnisse wieder eine stärkere Bedeutung. Im weitesten Sinne kann man dazu auch die Musik- und die Gestaltungstherapie rechnen, wobei sich der Körper hier über ein kreatives Medium ausdrückt.

Störungsorientierte Verfahren vs. Ressourcenorientierte Verfahren
Bei ersteren stehen im Zentrum der Behandlung die Symptome und die diesen zugrundeliegende gestörte Lebensentwicklung bzw. das defizitäre Verhalten, Denken und Fühlen. Dazu gehören z. B. die klassischen analytischen, tiefenpsychologischen und verhaltenstherapeutischen Methoden. Letztere setzen bei den Fähigkeiten an, die ein Mensch zur Bewältigung von belastenden Ereignissen bereits entwickelt hat und leiten an, diese zu erweitern. Grundgedanke ist dabei, dass jeder Mensch über Selbstheilungskräfte und Strategien verfügt, die aktiviert, ausgebaut und auch verändert werden können. Symptome werden eher als Lösungsversuche in einer "kranken Situation" verstanden. Beispiele dafür sind die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie, EMDR und die Ego-State-Therapie.

Allgemein orientierte Verfahren vs. Themenspezifisch orientierte Verfahren
Während sich erstere unabhängig von der Art und der Entstehung der Erkrankung zuständig fühlen, orientieren sich letztere an speziellen Krankheitsbildern oder deren Ursachen. In diesem Zusammenhang sind besonders Verfahren zur Behandlung traumatischer Erfahrungen, die bei PPD-Fällen eine Rolle spielen können, zu nennen. Das betrifft die Frauen, in deren Lebensgeschichte besonders belastende unbewältigte Ereignisse stattfanden z. B. eigene Geburt als Frühchen, längere Krankenhausaufenthalte als Kind, frühe Trennungs- oder Vernachlässigungserfahrungen von Bezugspersonen, sexualisierte, psychische oder körperliche Gewalterfahrungen, traumatische Geburtserlebnisse als Mutter. Hier kann es sehr viel Sinn machen, sich in eine spezialisierte Traumatherapie zu begeben. Traumatherapieverfahren sind z. B. EMDR, Psychodynamisch imaginative Traumatherapie, Dialektisch Behaviorale Therapie. Adressen von zertifizierten SpezialistInnen sind erhältlich www.degpt.de.

Als weitere Orientierungshilfe ist beim Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF e.V.) www.akf-info.de unter "Publikationen" ein Flyer mit "Qualitätskriterien für eine frauengerechte Psychotherapie" als PDF-Download erhältlich.
Informationen zu den verschiedenen Psychotherapieformen finden sich z. B. unter de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie#Psychotherapieverfahren oder unter www.medizinfo.de/psychotherapie

Im Folgenden sollen einige Psychotherapieverfahren kurz vorgestellt werden:

Analytische Psychotherapie
Es erfolgt keine vollständige Analyse der Persönlichkeit, sondern die Betrachtung einiger Lebensereignisse, um die Herkunft von symptomauslösenden Konflikten zu erklären und neue Verhaltensweisen einzuüben. Der Therapeut ist relativ passiv. Der Patient erinnert sich, phantasiert und erzählt.

EFT – Emotional Freedom Techniques
Basiert auf den Prinzipien der Akupunktur. Es werden bestimmte Meridiane durch eine Klopftechnik stimuliert. Während des Klopfens spricht der Patient Sätze der Selbstakzeptanz und der Akzeptanz seines belastenden Gefühls. EFT arbeitet direkt am belastenden Gefühl. Ziel ist es, dieses aufzulösen und neue Möglichkeiten für eine Veränderung der Gefühle und damit auch des Verhaltens zu schaffen. So kann aus Angst und Ablehnung Zuversicht und Freude werden. EFT wirkt stark aufdeckend. Es können verschüttete Erinnerungen auftauchen, z.B. aus der Kindheit. Ein achtsamer und aufmerksamer Umgang ist wichtig, um dies rechtzeitig zu erkennen und die damit auftauchenden Emotionen einzugliedern. Darüber hinaus wird EFT auch zur Stabilisierung, besonders nach traumatischen Erfahrungen eingesetzt.

Familientherapie / Systemtherapie
Nicht individuelle Störungen, sondern gestörte Familienbeziehungen machen krank. Subtile Kampfmethoden sind die Folge. Die Beobachtung des Beziehungsgefüges ist daher wichtig. Die gewohnte Kommunikation der Familie wird in Frage gestellt, neue Kommunikationsformen und Beziehungsmuster werden erprobt.

Gesprächstherapie
Der Behandelte ist nicht ein Patient, sondern ein Klient. Die Gespräche zwischen Therapeut und Klient sind durch Offenheit, Anteilnahme, nicht-urteilendes Verstehen und Echtheit gekennzeichnet. Aktuelle Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle stehen im Mittelpunkt, werden akzeptiert und positiv angegangen. Durch Einfühlen des Therapeuten und nicht-wertende Anerkennung aller Gefühle und Gedanken des Klienten werden Selbstachtung, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt.

Gestalttherapie
Die Gegenwart ist wichtig, die Vergangenheit ist vorbei. Momentane Gefühle zählen, nach dem Warum muss nicht geforscht werden. Erfahrung ist wichtiger als Erklärung. Wahre Bedürfnisse müssen erkannt und frei gelebt werden können. Die Ziele sind: Gefühle erleben, Umwelt und Mitmenschen wahrnehmen, bewusste Auseinandersetzung, Selbstunterstützung durch inneren Dialog, selbstverantwortliches Handeln. Alle Personen und Gefühle bekommen eine eigene Stimme, die alle vom Klienten selbst dargestellt werden. Der Therapeut ist nur unterstützend und anregend tätig.

Körper-Psychotherapie
Körper-Psychotherapie ist eine Therapieform, die Zugang zu sonst schwer behandelbaren Problemen findet und Heilungsmöglichkeiten eröffnet, wenn verbaler Dialog und Reflexion nicht ausreichen. Dies gilt besonders, aber nicht nur, für psychosomatische Beschwerden, Symptome und Krankheitsbilder. Da unsere Haltungen, Emotionen, Gefühle, Stimmungen nur bedingt durch Verständnis und Einsicht zu beeinflussen sind, viel mehr aber durch bewusstes Erleben des gesamten Organismus, bietet sich die Körper-Psychotherapie überhaupt als Weg des Wachsens und der Veränderung an. Ein Nacken, der sich aus Angst vor Erniedrigung oder Schlägen gebeugt und über die Jahre verkürzt hat, ist weder durch Verstehen noch durch Krankengymnastik dauerhaft dazu zu bewegen, sich aufzurichten. Erst wenn die angehaltene „Angst im Nacken“ sich löst und erlebt statt festgehalten wird, kann die Kontraktion nachlassen. Denn die alte Angst - in der klaren Bewusstheit einer nicht ängstigenden Gegenwart ausgedrückt - erfährt auch, dass nun die Gefahr vorbei ist. Das Lösen stecken gebliebener Gefühle und das Stärken der Selbstregulation wird in der Therapie unterschiedlich, weil individuell betont werden; ihr Wechselspiel führt zur Befreiung von „Altlasten“, zu intensivem Erleben und klarem Handeln, zur Vertiefung der Pulsation der Lebensenergie. (www.koerperpsychotherapie-dgk.de)

Psychodrama

Es wird meist als Gruppentherapie angeboten. Vergangene, gegenwärtige oder Traum-Szenen werden nachgespielt, wobei der Hauptakteur seine Rolle selber spielen kann und die anderen Gruppenmitglieder als Akteure für seine Szene einsetzt. Im Spiel werden Konflikte und Probleme modellhaft durchgespielt und verschiedene Lösungen erprobt. Danach erfolgt ein Feedback.

ROMPC – Relationship oriented meridian based Psychotherapy and Councelling
Eine Methode der Traumatherapie, welche die dem Bewusstsein zugänglichen Ebenen der heilsamen Beziehung undkognitiven Aufarbeitung einer traumatischen Erfahrung verbindet mit der Ebene des limbischen Systems. Dies ist jener Teil des Gehirns, der für blitzschnelle vorbewusste Reaktion auf Bedrohung und somit für unsere Überlebenssicherung zuständig ist. Auf dieser Ebene geht es um gezieltes Entkoppeln jener Auslöser, die nach einer traumatischen Erfahrung immer wieder wirksam werden und somit stets von Neuem für eine Überflutung durch Stresssymptome und Panik sorgen. Der gezielte Zugang zu beiden Ebenen des Gehirns und des Bewusstseins ermöglicht die vollständige Lösung und Befreiung von emotionalen Belastungen und deren Auslösern.

Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie
Wichtigstes Thema ist die Lösung aktueller Konflikte und Probleme, dazu werden Erinnerungen aus Kindheit und Jugend wieder belebt. Es besteht eine stärkere therapeutische Beziehung als bei der Analytischen Psychotherapie. Die Therapeuten beteiligen sich aktiver am Gespräch, fragen nach und teilen Beobachtungen mit. Dann erfolgt die Entwicklung neuer Strategien und Verhaltensformen und deren Umsetzung im Alltag.

Transaktionsanalyse
Die Persönlichkeit eines Menschen unterteilt sich in drei Ich-Zustände, die alle drei in Balance gebracht werden müssen, um ein psychisch gesundes Leben zu führen: Das Kind-Ich, das geprägt ist von kindlichen Erfahrungen und spontan sein sollte, das Erwachsenen-Ich, das auf das Hier und Jetzt sachlich, nachdenklich und einfühlsam reagieren sollte, und das Eltern-Ich, das von Eltern, Autoritäten, gesellschaftlichen Normen geprägt wurde und konstruktiv vorsorgend sein sollte. Werden Transaktionen zwischen Menschen immer wieder einseitig aus den gleichen Ich-Zuständen heraus vollzogen, weil ein Ich-Zustand zu stark gelebt wird, entstehen "Spiele", die die Menschen in scheinbar unveränderlichen, schadenden Verhaltensweisen festhalten. Bedürfnisse nach Zuwendung müssen lebenslang gestillt werden, um nicht seelisch zu verkümmern und um Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung zu entwickeln und zu erhalten. Daher ist das Therapeuten-Klienten-Verhältnis liebevoll und voller Zuwendung.

Verhaltenstherapie
Verhalten wird erlernt, ist aber auch zu verlernen, indem gesünderes Verhalten eingeübt wird. Konkrete Ziele der Therapie werden besprochen und auf drei Ebenen analysiert: in der Kognition, im Verhalten, in Körpersymptomen. Danach werden zusammen mit dem Patienten ein Behandlungsplan und Methoden zur Einübung neuer Denk-, Verhaltens- und Kommunikationsformen erarbeitet.