Der einzuschlagende Weg aus der peripartalen psychischen Krise richtet sich nach ihrer Stärke und ihrem Verlauf: In leichteren Fällen mag es genügen, sich auf Selbsthilfe zu beschränken. Bei mittelschweren Depressionen kann Selbsthilfe begleitend eingesetzt werden, reicht aber oftmals nicht aus, so dass die Hinzuziehung von Fachleuten anzuraten ist. Bei einer schweren peripartalen Depression oder gar Psychose ist eine sofortige professionelle Hilfe absolut notwendig. Bei Suizidgedanken oder wenn das familiäre Umfeld eine zusätzliche Belastung für die Mutter darstellt, ist ein Klinikaufenthalt in einer speziellen Mutter-Kind-Einheit angezeigt. Folgende Wege der professionellen Behandlung, die sich nach der Depressionstiefe, nach Untersuchungsergebnissen und nach persönlichen Vorlieben richten und miteinander kombiniert werden können, stehen zur Verfügung: Professionelle Beratung, Psychotherapien, Psychopharmakotherapien, stationäre Behandlung, Betreuungsangebote, Hormon-Therapien, naturheilkundliche Therapien, alternative Therapien.