Aus der Vielzahl der weiteren, zur Zeit praktizierten Therapieformen wird hier eine Auswahl vorgestellt.

Akupunktur: Die traditionelle chinesische Medizin, um das innere Gleichgewicht (Yin+Yang) wiederherzustellen. Man kann mit Hilfe einer psychisch ausgleichenden Behandlung unterstützend helfen. Diese Behandlung kann von Heilpraktikern, Ärzten oder auch im Wochenbett von Hebammen durchgeführt werden. Die Akupunktur kann bei depressiver Verstimmung im Wochenbett zur Stimmungsaufhellung und zum psychischen Ausgleich beitragen.

Aromatherapie: Die Wirkung der ätherischen Öle ist schon seit dem Altertum bekannt. Durch die Düfte werden die Selbstheilungskräfte aktiviert und stimuliert.Es sollten nur reine ätherische Öle (keine Duftöle) verwendet werden. Reine ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen und enthalten bis zu 300 verschiedene Inhaltsstoffe mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Ätherische Öle sind stark konzentriert und 50mal wirksamer als Kräuter.Die Öle wirken über Duftimpulse auf das limbische System, sie werden aber auch gut über die Haut aufgenommen, über den Blutkreislauf im Körper verteilt und erzielen so eine Wirkung im ganzen Körper. Zitrusöle wirken stimmungsaufhellend. Einfach einige Tropfen auf die Handgelenke oder Füsse auftragen oder im Raum diffundieren.

Atemtherapie: Die Fähigkeit, wieder ruhig und gleichmäßig zu atmen, soll zurückgewonnen werden, um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu verbessern, die natürliche Haltung wiederzugewinnen und hemmende Emotionen abzubauen. Innere Verspannungen lösen sich.

Autogenes Training: Entspannungstechnik, bei der durch Selbstsuggestion das vegetative Nervensystem beeinflusst und Stress abgebaut werden kann. In Gruppen zu erlernen, dann alleine einsetzbar.

Ayurveda: Indisches Gesundheitssystem. Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha bestimmen die Eigenschaften und den Konstitutionstyp einer Person; das Verhältnis der Anteile der Doshas zueinander erklärt die Stärken und die Schwachstellen eines Menschen und seines Körpers. Geht das Gleichgewicht verloren, ist also durch die Lebensführung ein Dosha krankhaft dominierend oder geschwächt, sendet der Körper Signale aus, die - wenn ungehört - in eine Krankheit übergehen. Mithilfe einer an das Dosha-Verhältnis angepassten, gesunden Lebensführung, mithilfe der Ernährung und mithilfe von Heilpflanzen, Massagen, Dampfbädern oder Yoga-Übungen (s. u.) kann man auf die Doshas und ihre Gewichtung im Körper Einfluss nehmen und den Menschen heilen.

Cranio-Sacral-Therapie: Spielart der Osteopathie. Das Körperskelett wird vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum) mit feinen, kaum wahrnehmbaren Manipulationen gelockert, um den Rhythmus der Hirnflüssigkeit wieder zu normalisieren, der durch Blockierungen gestört wird, die durch Stürze oder Verspannungen auftreten können. Auch psychische Erfahrungen können solche Blockaden hervorrufen, die wiederum psychische Erkrankungen nach sich ziehen können.

EFT oder MET: Durch Beklopfen von Akupunkturpunkten am Körper werden Probleme bearbeitet und emotionale Blockaden beseitigt. Mit einem "Aussöhnungssatz" wird dauerhafte Veränderung/Heilung bewirkt.

Hypnotherapie: Durch Versetzen des Klienten in einen hypnotischen Trancezustand ist dieser leichter bereit, sich mit unangenehmen Inhalten auseinander zu setzen und neue Denkweisen anzunehmen. Dabei kann der Klient entgegen dem verbreiteten Vorurteil zu nichts gezwungen werden, was er nicht selbst möchte. Gute Erfolge bei Depressionen, Schlafstörungen und Angst.

Imaginative Entspannungsverfahren: Mit Phantasiereisen und geleiteten Meditationen werden Körper und Geist entspannt, so dass negative Gedankenkreisläufe durchbrochen und durch positive Imaginationen ersetzt werden können.

Jin Shin Jyutsu:Jin Shin Jyutsu ist eine mehrere tausend Jahre alte Kunst zur Harmonisierung der Lebensenergie im Körper. Im Jin Shin Jyutsu wird mit dem Energiesystem des Menschen gearbeitet. Durch Berühren bestimmter Punkte am Körper, der sogenannten Energieschlösser, wird ein Energiestrom im Körper angeregt, der bestimmten Organen oder Bereichen Energie zuführt und so Blockaden und Disharmonien beseitigt und die Selbstheilungskräfte anregt. Es ist auch zur Selbstanwendung gut geeignet. Der Therapeut gibt dazu Anleitungen und Hilfestellungen, die konkret auf den Patienten zugeschnitten sind.

Kinesiologie: Negative Erfahrungen aus der Vergangenheit blockieren unser Verhalten in der Gegenwart und verdrängte Emotionen bringen den Körper aus dem Gleichgewicht. Der Körper erinnert sich per Muskeltest, in welchem Alter die negativen Gefühle das erste Mal erfahren worden sind. Die Energieblockaden werden im Ursachenalter gelöscht und neue Alternativen in der Gegenwart möglich. Der große Effekt dieser Methode ist der Stressabbau und das Erkennen neuer Wahlmöglichkeiten. Sobald der negative emotionale Stress gelöst ist, kann der Körper eigene Energien stabilisieren und nutzen, um den Selbstheilungsprozess zu aktivieren.

Kunst-, Musik-, Tanztherapie: Bildnerisches Gestalten, Musik und Tanz waren schon immer Heilmethoden aller Völker. Es spricht Körper, Seele und Geist gleichzeitig an, hilft den Klienten, sich selbst besser wahr-zu-nehmen, sich zu ver-wirklich-en, etwas zu be-greifen, etwas aus-zu-drücken und stärkt damit das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Myoreflextherapie
Die von Dr. Kurt Mosetter entwickelte Behandlungsmethode der Muskeln („myo“) zur Schmerz- und Traumatherapie verbindet viele Einzelperspektiven aus z.B. Orthopädie, moderner westlicher Medizin, Psychologie und der traditionell chinesischen Medizin. Unser Körper ist ein komplexes Netzwerk, welches nur im Lot reibungsfrei funktioniert. So kann es im Lauf unseres Lebens durch Schon- und Zwangshaltungen, durch ein Zuwenig oder auch Zuviel an Bewegung, durch physische und psychische Traumata verschiedenster Herkunft dazu kommen, dass dieses Lot aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn dann das Zusammenspiel der Muskeln nicht mehr richtig funktioniert, kann dies zu schmerzhaften Strukturen in unterschiedlichsten Körperregionen führen. Der Myoreflextherapeut versucht die Bewegungsgeometrie des Körpers wiederherzustellen. Dazu bedient er sich während der Behandlung hauptsächlich der Muskeln, da diese für eine ausgewogene Kräfteverteilung im Körper sorgen. Als weiteres Hilfsmittel kann sich der Therapeut der traditionell chinesischen Meridiansysteme (Energieleitbahnen) bedienen. Der Blasenmeridian zum Beispiel verläuft über die Rückseite der Beine entlang der gesamten Wirbelsäule bis über den Kopf zu den Augen. Überall dort können verschiedenste Probleme ausgelöst werden. Nach den Lehren der chinesischen Medizin wird der Blasenmeridian mit der Emotion Angst verbunden. Störungen können durch die oben erwähnten psychischen Traumata verursacht werden, oder aber bei gängigen Ängsten der heutigen Zeit. Die Behandlungsindikationen der Myoreflextherapie umfassen alle Erkrankungen des Bewegungsapparates mit Muskeln, Sehnen, Bändern, Gelenken, Bandscheiben etc, funktionelle Organstörungen, z. B.: Tinnitus, Kopfschmerz, Migräne, Kiefergelenksstörungen, funktionelle Atembeschwerden, etc, psychotraumatische Belastungen wie z. B. Depressionen, Burnout, chronisch emotionale Belastungen, Angstzuständen und auch ADS/ADHS. (www.myoreflextherapie.de)

Osteopathie: Der Osteopath (auf 5-jährige Ausbildung achten) erspürt mit "denkenden, sehenden und wissenden Fingern" eventuelle Dysfunktionen in der Tiefe des Körpers und behandelt nur mit den Händen durch Erspüren, Hinhören, Begleiten und - wenn nötig - durch unterstützende Techniken oder gezielte Manipulationen. Das Behandlungsgebiet umfasst sämtliche funktionelle Probleme bis Erkrankungen auch der inneren Organe und des Nervensystems.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen: Leicht erlernbare Entspannungsmethode, bei der einzelne Muskelgruppen gezielt angespannt und dann gelockert werden. Dadurch werden Körperbewusstsein und Entspannungsfähigkeit insgesamt gesteigert. Auch gut in akuten Stress-Situationen einsetzbar. Wird therapeutisch u. a. zur Bewältigung von Ängsten eingesetzt.

Qi Gong: Chinesische Meditations- und Therapietechnik. Das kosmische Qi wird über die Atmung in den Körper gelenkt und macht diesen durchgängig. Langsame Bewegungen unterstützen die Konzentration auf den Körper und den Fluss des Atems.

Reiki: Die das Universum durchströmende Lebenskraft oder göttliche Energie (Reiki) wird durch Handauflegen an den Körper des Patienten weitergegeben, wo sie den Energiefluss in den Blockaden wieder freisetzt.

Shiatsu: Chinesische Massagetechnik auf Grundlage der Meridiane. Die Massage entlang der Meridiane und der Akupunkturpunkte löst Stauungen der Lebensenergie auf; das sympathische Nervensystem wird angeregt.

SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern 
Das Projekt „SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern" wurde entwickelt, um (werdende) Eltern darin zu unterstützen, bereits ab der Schwangerschaft eine sichere Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. „Sichere Bindung“ bedeutet eine hohe qualitative und spezifische Verbindung auf emotionaler Ebene zwischen dem Kind und seinen Eltern. Die Art wie man die Signale des Kindes (weinen, lautieren, lächeln und weiteres mimisches und körperliches Verhalten) wahrnimmt, interpretiert und darauf antwortet, wird als „Feinfühligkeit“ bezeichnet und  ist maßgebend für die Bindungsqualität. Sie wird durch mangelnde Kenntnisse oder belastende Erfahrungen aus der Vergangenheit oder Gegenwart beeinflusst und kann die Beziehung zum Kind sowie seine Entwicklung beeinträchtigen. Der Schwerpunkt bei SAFE® liegt darin, die Eltern zu befähigen feinfühlig auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder zu reagieren. SAFE® richtet sich an alle werdenden Eltern bis etwa zum 7. Schwangerschaftsmonat und wird bis zum Ende des ersten Lebensjahres in einer geschlossenen Gruppe durchgeführt. (www.safe-programm.de)

Wingwave® - Leistungs- und Emotions-Coaching
Wingwave® ist ein Leistungs- und Emotions-Coaching, das spürbar und schnell Leistungsstress abbaut und Kreativität, mentale Fitness und Konfliktstabilität steigert. Individuelle Stressauslöser wie Gedanken, Erfahrungen, Gefühle werden bei Wingwave® auf der emotionalen Ebene reguliert. Wingave® ist eine zertifizierte Methode, die wirkungsvolle Elemente verschiedener Coachingansätze kombiniert. Wingwave® ist deshalb keine Psychotherapie und kann eine solche nicht ersetzen.Besonders geeignet ist Wingwave®-Coaching bei starkem Leistungsstress. Dies kann im Beruf, in der Ausbildung oder im Leistungssport geschehen. Wingwave® wird aber auch als gezielte Stressreduktionsmethode in akuten belastenden Situationen eingesetzt.Wingave® kann helfen, in akuten Stresszeiten Blockaden zu lösen, Burnout zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Durch die Kombination verschiedener Coaching-Ansätze können bereits nach wenigen Sitzungen große Erfolge erzielt und das Leistungspotenzial gesteigert werden.Bei hohem Stress kommt es zu einer Blockade beider Gehirnhälften. Ein Konflikt kann jedoch nur bei optimaler Zusammenarbeit beider Gehirnhälften bewältigt werden. Dies geschieht unter anderem während der sogenannten REM-Phase im Schlaf. Bei der Wingave®-Methode werden „wache“ REM-Phasen simuliert, bei denen quasi im „Turbo-Gang“ emotionale Belastungen verarbeitet und Blockaden aufgelöst werden. Integrierte NLP- und Kinesiologie-Elemente unterstützen die Wirkung von Wingave®.

Yoga: Indisches Selbsterfahrungssystem. Verschiedenste Körperhaltungen und Atemübungen des Hatha-Yoga werden langsam durchgeführt, um zu körperlicher Achtsamkeit und innerer Sammlung zu gelangen, wodurch Spannung und Stress abgebaut werden. Vom Fachmann zu erlernen, alleine praktizierbar.