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Kategorie: Psychose

Fast genau ein Jahr, nachdem mein Sohn auf die Welt gekommen ist, fing die Krankheit bei mir an.
Zuerst schleichend. Ich konnte nachts nicht mehr schlafen, später dann mit körperlichen Beschwerden. Das Ganze artete in einen hypochondrischen Wahn aus.

 

Die Psychose äußerte sich in starken Angst-und Panikattacken, die nur noch mit starken Medikamenten in den Griff zu bekommen waren. Dazu kamen noch wahnhafte und `laute` Gedanken. Nachdem ich Suizidgedanken geäußert hatte, wurde ich von meiner Familie in die Psychiatrie eingewiesen. Dort wurde ich dann mit Medikamenten eingestellt, mit denen ich bis heute sehr gut leben und alles meistern kann.

Mein Sohn (damals schon 2 Jahre) wurde in dieser Zeit von meinem Mann und meinen Eltern versorgt. Aber auch heute habe ich ihm gegenüber noch Schuldgefühle, dass ich ihm in dieser Zeit keine gute Mutter war und ihn während des Klinikaufenthaltes allein gelassen habe.

Heute haben mein Sohn und ich ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis.
Ich kann nur jeder Frau, die sich in dieser Situation befindet, raten, sich Hilfe zu suchen.
Es gibt einen Weg aus dieser Krankheit.